Band-History

26 Jahre Aisleng

Als im Frühjar 1990 Stony Waters bei Wolfgang Bauer seine erste MC einspielte, hat es sofort „gezündet“. Völling unbekümmert und unkonventionell arrangierte Wolfgang Bauer, damals noch in seinem Studio in Wolpertshausen, die irischen und schottischen Stücke. Stony Waters war begeistert und man beschloss, die aufgenommenen Stücke gleich mal live zu interpretieren. Bereits vier Wochen später war es dann soweit: Nachdem auch der passende Name gefunden war – Aisleng, abgeleitet von Aisling ( kommt aus dem keltischen und bedeutet Traumzeit ) – kam der erste Auftritt von „Aisleng“ auf dem Einkorn in Schwäbisch Hall und war gleich ein voller Erfolg – es schlossen sich viele weitere Konzerte an.

Wolfgang Bauer: „Es kam uns bei den Arrangements nicht so sehr auf die traditionelle Spielweise an, sondern wir versuchten, die traditionellen Lieder völlig neu zu „verpacken“, mal völlig unkonvenzionelle Instrumente zu verwenden. So taucht auch mal ein in dieser Musikrichtung unübliches Piano auf und vor allem das zum Teil rockige Schlagzeug und dazu ein treibender Bass geben dieser Musik den einzigartigen Aisleng-Sound. „Die Menschen haben heute völlig andere Hörgewohnheiten als in den 70gern, in denen noch ziemlich traditionell verpackt wurde. Unser kompaktes Klangbild schafft so Brücken zu fast jedem Publikum und zu jeder Altersgruppe.“

….dieses Kompakte Klangbild und die Vielstimmigkeit der Instrumente sorgen für sehrviel Dynamik, ohne dass die Charakteristik der Songs darunter leidet, sondern im Gegenteil schafft das Keyboard durch endlos weite Teppiche die Aussagen und Stimmungen der einzelnen Stücke zu tragen und zu unterstützen“ (süddeutsche Zeitung).

Stony Waters – (Vocals/Guitare./Percusion) – stammt aus Edinburgh, lebt aber bereits seit über 30 Jahren in Deutschland. Er sorgt als Sänger mit seiner unvergleichlichen Stimme und als Gittarist mit teils kraftvollen Akkordbegleitungen, teils filigranem Finger-Picking dafür, dass trotz moderner Überabeitung die Urtümlichkeit und Bodenständigkeit der Stücke nicht verloren geht.

Wolfgang Bauer – ( Keyboard/Vocals/Percusion) – aufgewachsen in Schäwbisch Hall, seit nunmehr 55 Jahren auf der Bühne und in vielen musikalischen Bereichen zu Hause, produziert unter dem Namen „Wolfgang von Wolpertshausen“ Film- und Meditationsmusik und lässt seine theoretischen wie praktischen Erfahrungen im Umgang mit Klanwirkung in die gemeinsame Arbeit mit Stony Waters einfließen, welche den unverwechselbaren Aisleng-Sound ausmachen. Bauer’s Keyboardparts verleihen den Stücken teils eine ruhige, schwebende undtragende, oft natürlich auch ein rhythmische, dynamische und sehr abwechslngsreiche Basis. Stony Waters bildet mit der archarisch wirkenden Orginalität seine Parts gewissermaßen einen Geggenpol zu Bauer’s Keyboard-Elementen, in denen auch moderene Einflüsse verarbeitet sind. „Die Poralität der beiden Musiker sorgt für Spannung in ihren Stücken, die sich aber nie zur Diskrepanz ausweitet, sondern zum besonderen Flair und zur Ausdrucksstärke von Aisleng maßgeblich beiträgt.“ (süddeutsche Zeitung)

1994 schloss sich der Schwäbisch Haller Philipp Strumpf der Gruppe an. Er brachte mit Fiddle und Mandoline neue Sound und neuen Drive. Die erste CD entstand und der Radius der Auftritte wurde größer. Aisleng spielte bereits bei großen Celtic Festivals – inzwischen auch im Norden Deutschlands, in Holland, Luxemburg, Österreich, in Zürich und im letzten Jahr auch in Tries (Italien) – und es zeigte sich schon damals im Vergleich mit traditionellen Bands die Richtigkeit dieses Konzepts des kompakten Klangbildes: man erreicht das Publikum schneller und intensiver.

Leider verließ Philipp Stumpf die Band aus beruflichen Gründen, doch bei einem Irischen Fest 1997 in der Max-Kade-Halle in Schwäbisch Hall entdeckte man den Dudelsackspieler „Hardy The Piper“ (Pipes/Flutes/Harps/Whistles/Vocals/Perscussion).

Hardy Herrmann kommt aus Stuttgart und bereichert noch heute die Vielseitigkeit der Stimmungen und die Vielstimmigkeit der Melodien. Aus vielen Besuchen in den Highlands kennt er die Mentalität der keltischen Musik sehr genau und weiß sie ebenso gut zu interpretieren.

Da sich die Musik von Aisleng sehr stark über den Rhythmus definiert und es bei größeren Events auch ruhig etwas „krachen“ kann, baute man im gleichen Jahr den erfahrenen Schlagzeuger (aus Schwäbisch Hall) Achim Lang (Drums/Percussion) in die Formation ein. So bekamen auch die Tunes, Jigs und Reels ihren fetzigen und bekannten „Aisleng-Groove“. Wenn dann die Highlandpipe die alten Hymnen der Highlander spielt und das gesamte Ensemble mit Percussion zu grooven beginnt, da hält es niemanden mehr auf den Sitzen……

Als Kontrast zur Stimme von Stony Waters kam 2001 die Sängerin Connie Schuller zu Aisleng. Sie „konterkariert’ Water’s rauhe Interpretationen“ mit ihrer reinen und klaren Folk-Stimme. Leider musste Connie die Gruppe wieder verlassen – Familiennachwuchs braucht eben viel Zeit und Power……

Im Mai 2003 kam dann Hedy Mühleck (Flöten/Vocals/Percussion) noch zur Gruppe. Sie war die Jüngste im Team und kommt aus Pfedelbach und studiert zur Zeit in Heidelberg. Eigentlich war man auf der Suche nach einer Geigerin, doch Hedy spielte die Flöten so perfekt, „da hat es sofort gepasst“. Erstaunlich mit welcher Leichtigkeit sie die keltischen Melodien mit den Flöten interpretiert. Der Zuhörer merkt sofort, dass Sie eine intensive Ausbildung an den Flöten genoss. Jetzt hat sich auch noch gezeigt, dass sie eine wunderschöne Stimme hat (The Dragon & the Phoenix).

Seit 2006 ergänzte Gesine Zimmermann (Untermünkheim) das Ensemble mit Fiddle und Gesang. So bekamen die Songs und Tunes noch ihren besonderen Kick. Aus beruflichen Gründen musste Gesine die Truppe leider wieder verlassen und so kam der Mainzer Christoph Stahl im März 2009 zu seinem Debüt. Er wurde beim Folkfestival in Braunsbach entdeckt und auch er hat sich inzwischen hervorragend in die Formation eingefügt.

Dann kam ein neues Mitglied auf die Aisleng-Bühne: Marina Wüstner tanzt ‚Tab-Dance’. Als Mitglied der Irish Stepdance-Gruppe „Blue Step Angels“ (Deutsche Junioren-Meisterinnen 2006 im „Irish Stepdance“) gastierte sie bereits seit einigen Jahren bei verschiedenen Aisleng-Konzerten, jetzt tanzt sie seit 2009 auch als Solistin mit der Band.

Der Radius für die Live-Einsätze wurde größer und größer. Inzwischen spielte man bei großen Festivals in München, Dortmund, Triest, Zürich, Österreich und Holland.

Aisleng Reloaded

Im Jahr 2015 (25 Jahre Aisleng) gab es eine größere Veränderung in der Besetzung. Stony Waters wollte sich etwas zurücknehmen, Hardy Herrmann musste aus beruflichen Gründen (hatte oft Wochenenddienst) passen, Flötistin Hedy Mühleck verzog nach England und Fiddler Christoph Stahl nach Bielefeld.

Für Bandleader Wolfgang Bauer stellte sich die Frage: Etwas musikalisch Neues oder weiter Folk – mit neuen Leuten…. Es kamen neue Leute: Robert Bolte, (Vocals/Mandol/Gitarre) mit der typischen Folk-Stimme, und Natascha Fehrmann (Vocals/Ukulele) mit ihrer Powerstimme gaben der Gruppe neue Möglichkeiten mit den Interpretationen der Songs. Dazu kamen noch Markus Ott (Fiddle) und der junge Max Gerwien, ein sehr talentierter Perkussionist – war schon im Alter von 12 Jahren hin und wieder als Gastmusiker bei den Konzerten dabei. Achim Lang und Marina Wüstner sind noch aus der vorigen Besetzung dabei und so ist die Band seit September 2015 wieder einsatzbereit und hat inzwischen bereits etliche Konzerte erfolgreich gespielt.